Skurrile Fotos aus Island

Warum dieser Mann nackt mit Pferden rennt

Nick Turner fotografiert sich, wo er sich am wohlsten fühlt: mitten in der Natur. Aber nicht irgendwie, sondern nackt, und zwar unter Pferden. Herauskommen sind skurrile und ungewöhnliche Aufnahmen über die gar nicht so ungewöhnliche Sehnsucht danach, sich mit der Natur verbunden zu fühlen. TRAVELBOOK hat mit dem Künstler über seine Motive gesprochen.

Von Louisa Wittek

Der US-Amerikaner Nick Turner fotografiert Pferde. Das ist an sich nichts Besonderes. Auch nicht, dass er selbst auch auf den Aufnahmen zu sehen ist. Ungewöhnlich ist aber, wie sich Turner auf den Fotos zeigt: nämlich nackt.

Warum er das tut?

Nick Turner fühlt sich unter Pferden oft wohler als unter Menschen

Foto: Nick Turner

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Es mag auf viele durch seltsam anmuten, Nick Turner nackt inmitten der Pferde zu sehen. Der Künstler selbst will damit Natürlichkeit symbolisieren. Für seine Aufnahme reist Nick an die verschiedensten Orte. Island hat es ihm dabei besonders angetan. „Dort gibt es eine Energie in der Natur, die ich nirgendwo anders gefunden habe“, erklärt er TRAVELBOOK. „Weil es dort so viel geothermische Aktivitäten gibt, ist alles am Leben. Nichts ist statisch. Alles fließt, auch die Landschaft.“ Island sei ein Ort, an dem er sich wohlfühle.

Neben der einmaligen Natur hat Island, wie auch Nick, ein besonderes Verhältnis zu Pferden. Die Tiere spielen im Leben der Isländer eine noch viel größere Rolle als in vielen anderen Ländern.

Auf vielen seiner Fotos ist Nick nicht selbst zu sehen, Pferde sind aber ein oft wiederkehrendes Motiv

Foto: Nick Turner

Schon seit seiner Jugend hat Nick eine tiefe Bindung zur Natur – und zu Pferden. In der Anwesenheit von Menschen habe er sich oft unwohl gefühlt, sagt er zu TRAVELBOOK. Als würde er nicht reinpassen, nicht ganz dazu gehören. „Ich habe mich früher eher wie ein Beobachter der Gesellschaft gefühlt, weniger wie ein Teilnehmer von ihr. Und da ich kein Teil einer sozialen Gruppe war, verbrachte ich viel Zeit damit zu reiten.“ Dabei habe er sich viel wohler gefühlt als in Gesellschaft seiner Mitschüler.

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Die Pferde erlaubten ihm, sich fallen zu lassen, und das ist auch heute noch so. „Ich habe oft Probleme damit, nicht in meinem Kopf zu leben und durchgehend über etwas nachzudenken. Die Natur, und insbesondere die Pferde, helfen mir dabei, meinen Kopf zu leeren. Und ich denke, dass es nur gut sein kann, vollkommen präsent zu sein, auch wenn es sich nur um kurze Augenblicke handelt.“

Viele seiner Bilder entstanden auf Island. Die Insel sei ein Ort, an dem er sich besonders wohlfühle.

Foto: Nick Turner

Es sind manchmal wirklich brutale Erfahrungen“

Auch wenn Nick Turner versucht, mit den Bildern eine Art Harmonie von Pferd und Mensch darzustellen – in der Realität gestalten sich die Aufnahmen manchmal etwas schwierig. „Es sind manchmal wirklich brutale Erfahrungen, und ich hatte einige Shootings, in denen ich gefallen bin und getreten oder überrannt wurde. Es ist hektisch und real und nicht ganz so sorglos und poetisch, wie es sich vielleicht anhören mag.“ Aber er habe dennoch immer ein Lächeln auf seinem Gesicht, sobald er von Pferden und der Natur umgeben sei.

Viele von Nick Turners Aufnahmen sind schwarz-weiß

Foto: Nick Turner

„Genieße alles, solange du hier bist“

Zu Nick Turners Selbstverständnis gehört es, sich als kleinen Teil der Natur zu sehen. Menschen würden jedoch dazu neigen, sich über sie zu stellen. , findet Turner. Die Menschen sollten das schätzen, was sie haben, und die Natur ist ein entscheidender Teil davon.

Nick Turner hat einige Zeit gebraucht, um seine Kunst so umzusetzen, wie er es heute tut. Er hat viel ausprobiert, ist Trends und Meinungen hinterhergerannt – bis er schließlich seine Darstellungsform gefunden hat.

Nicht nur Fotografie: Turner verleiht seiner Bindung zu Pferden auch in Zeichnungen Ausdruck

Foto: Nick Turner

„Ich reise an viele verschiedene Orte, um mich mit der Natur verbunden zu fühlen.“ Neben dem Fotografieren sucht Turner auch immer eine Möglichkeit, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und beispielsweise zu surfen. „Das Meer beruhigt mich.“

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Zu Pferden hat der Amerikaner eine besondere Bindung

Foto: Nick Turner

Es gibt positive und negative Reaktionen auf die Fotos

Die Reaktionen auf seine Kunst seien durchaus gemischt. „Manche Menschen denken vermutlich, dass ich nur ein verrückter Kerl bin, der nackt mit Pferden rennt“, aber er denke, das sei eine sehr verkürzte Sicht darauf. „Diese Menschen verstehen die Beziehung zwischen Menschen und der Natur nicht oder den Grund, warum ich neugierig genug war, mich selbst in die Bilder einzufügen“, entgegnet Nick auf die negative Kritik.

Lange gingen solche Meinungen nicht spurlos an ihm vorbei. Besonders als er noch jünger war, reagierte Turner sehr sensibel auf die Reaktionen der Menschen. Mit der Zeit lernte er aber, entspannter mit den Meinungen umzugehen und ihnen weniger Bedeutung zu schenken. Kunst sei eben immer persönlich, und „ich denke, man kann nicht erwarten, dass jeder sie mag und das ist auch okay“.

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